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Was ist Spiritualität?

Eines vorab: Spiritualität ist so groß und weit wie das Universum und von daher nie vollständig begreifbar, versätndlich und erklärbar.

Als ich diese Webseite erstellen wollte, überlegte ich mir tagelang, wie ich den Begriff Spiritualität in einem Satz erklären bzw. "greifbar machen" kann. Doch mir wollte nichts einfallen.

Eines Morgens dann, in der Phase zwischen Wachwerden und Aufstehen, dachte ich gerade über aktuelle Ereignisse nach, als quasi im Hintergrund meines Bewusstseins (diesen Eindruck hatte ich wirklich so) recht unscheinbar ein Gedanke „vorbeihuschte“.

Er war fast schon wieder verschwunden, doch dann fiel er mir doch auf, weil er „kompletter Blödsinn“ zu sein schien. Irgendwas mit „...jenseits der eigentlichen Rechenleistung...“.

Ich hielt den Gedanken dann doch fest; das war in etwa so, als wenn man eine flüchtende Katze noch gerade so beim Schwanz zu packen kriegt und wieder zu sich her zieht...

...und dann, als ich den kompletten Gedanken wieder „zusammengesucht“ hatte, ließ ich mir den ganzen Satz auf der Zunge zergehen:

„Spiritualität revolutionert den Denkprozess jenseits der eigentlichen Rechenleistung und befördert ein gewöhnliches Resultat ins Außergewöhnliche.“

Wow. Denn das war Spiritualität pur. So war ich quasi durch die Spiritualiät selbst zu einer Ein-Satz-Erklärung gekommen, was denn Spiritualität überhaupt ist. Wobei dieser Satz sicher auch nur einer von vielen denkbaren ist.

Warum?

Der menschliche Verstand (= Bewusstsein) kann bis zu neun Arbeitsprozesse pro Sekunde verarbeiten, das Unterbewusstsein jedoch bis zu 6.000.000.
Wenn man z. B. zu Fuß eine Straße überquert, so ist das ein „denkbar“ einfacher Vorgang. Im Unterbewusstsein jedoch laufen hierzu – im wahrsten Sinne des Wortes unzählige – Arbeitsprozesse ab. Alleine schon die Steuerung des Bewegungsablaufes, um seinen Kopf zu heben, in die richtige Richtung zu drehen und die aktuelle Verkehrslage wahrzunehmen und zu beurteilen ist so komplex, dass er schlichtweg – in allen erforderlichen Details – unbeschreibbar ist. Das alles jedoch wird zumeist ohne Fehler vom Unterbewusstsein gesteuert, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken.

Wenn wir Lösungen für Probleme oder Antworten auf Fragen suchen, so denken wir meistens nur mit dem Verstand darüber nach. Jeder kennt das, wenn sich Gedanken scheinbar im Kreise drehen und wenn einem trotz größter Anstrengung und Konzentration keine Lösung bzw. keine Antwort einfallen will.

Spiritualität ist in diesem Sinne zunächst einmal nichts anderes, als dass wir das wie oben beschrieben viel leistungsfähigere Unterbewusstsein in die Lösungsfindung mit einbeziehen.

Mit dem Unterbewusstsein kann man zwar nicht „nachdenken“, wie mit dem Verstand, man kann damit jedoch sehr wohl zu Löungen kommen.

„Das, was den Menschen bewusst ist, ist ein Tropfen; das, was den Menschen (noch) nicht bewusst ist, ist ein Ozean,“ heißt es.

Wenn also Spiritualität aufgrund der (scheinbaren) Grenzenlosigkeit unerklärbar bleibt, so ist zumindest logisch, warum es „außergewöhnliche“ Lösungen (und manchmal auch „Phänomene“) gibt, die man einfach nicht erklären oder gar nachweisen kann.

Dazu spielt der Glaube eine wichtige Rolle. Der Glaube ist quasi das Wissen dessen, was man (noch) nicht erklären oder nachweisen kann.
Hätte z. B. seinerzeit Otto Lilienthal allen Unkenrufen zum Trotz nicht an seinem Glauben festgehalten, dass ein Mensch (mit technischer Hilfe) fliegen kann, dann müssten wir wohl auch heute noch mit dem Schiff nach Amerika reisen.
Otto Lilienthal hatte beides, eine „Idee“, die aus seinem Geist („Spirit“) kam und den Glauben („noch unerklärbares Wissen“) daran; und zwar so intensiv, dass er seine Idee bis in die Realisierung verfolgt hat. Dazu ließ er sich immer wieder neue und optimalere Ideen (= Eingebungen) einfallen, so lange, bis er erfolgreich war.

Und so war auch mein Satz

(„Spiritualität revolutionert den Denkprozess jenseits der eigentlichen Rechenleistung und befördert ein gewöhnliches Resultat ins Außergewöhnliche.“)

ein „Geistesblitz“, eine Eingebung.

Dass ich diesen Satz nicht etwa aus meinem Verstand, also aus einem gewöhnlichen Denken heraus, gefunden hatte, erkenne ich schon am Wortlaut. Aus meinem gewöhnlichen Denken heraus wäre ich z. B. nie auf die Idee gekommen, einen Denkprozess als Rechenleistung zu bezeichnen. Dieser Begriff kam mir im ersten Moment ja sogar „verrückt“ vor; erst beim Nachdenken darüber wurde mir die Bedeutung bewusst.

Und man erkennt eine Eingebung eben auch daran, dass sie ein – oft revolutionär – außergewöhnliches Ergebnis darstellt. In jedem Fall jedoch eine Teil- bzw. Komplettlösung in Hinblick auf Probleme und Fragestellungen.

Daraus lässt sich ableiten, dass Menschen, die die Spiritualität in Ihr Denken mit einbeziehen, oft zu besseren Ergebnissen kommen, als reine „Kopfmenschen“.

Sprüche wie „...ich schlafe mal eine Nacht darüber...“ oder "...ich muss das erst mal sacken lassen..." meinen genau das.

In der spirituellen Lebensberatung lernt man, „bewusst mit dem Unterbewusstsein zu denken“.

© Martin Keisker